Dienstag, 28. Februar 2017

Der Mausemonat 2017-01

Im Januar habe ich mit Ach und Krach meine geplanten sechs Bücher gelesen, nämlich diese hier:

Morton_Das SeehausZeiler_La Vita SecondaCorssen_Corssen-Prinzip Graphic CoachHendrix_HorrorstörMichaelis_Der MärchenerzählerSjöberg_Kooma

Gelesen: 6 Bücher mit 1.856 Seiten
School 309 Seiten/Buch
School 60 Seiten/Tag
School bewertet mit durchschnittlich 4,3 Leselöwen

Abgebrochen habe ich im Januar kein Buch.

Im Januar bin ich mit Volldampf ins E-Book-Hören eingestiegen:

  • Letztendlich sind wir dem Universum egal von David Levithan
  • Das grobmaschige Netz von Hakan Nesser
  • Traumprinz von David Safier
  • Mel vs. der melodramatische Roboter (Gortimer Gibbon #3)
  • Gortimer und der mysteriöse Gedanken-Löscher (Gortimer Gibbon #4)
  • Dr. Jekyll und Mr. Hyde von Robert Lewis Stevenson
  • Das Ritual der Familie Musgrave von Arthur Conan Doyle

Gehört: 7 Bücher mit 1.661 Minuten bzw. 27 Stunden und 41 Minuten
Note 237 Minuten/Buch
Note 54 Minuten/Tag
Note bewertet im durchschnittlich 4 Leselöwen

Viel Spaß weiterhin mit Kalenderwoche 9 – so schnell geht die Zeit herum! Ab morgen kann ich theoretisch schon wieder den Mausemonat Februar posten…schauen wir mal, wann ich so weit bin.

Liebe Grüße
Eure LeseMaus

Montag, 20. Februar 2017

Montagsfrage: Gibt es ein Zitat aus einem Buch, das dir in letzter Zeit im Gedächtnis geblieben ist?

Und wieder ist Montag – Zeit, eine neue Montagsfrage des lieben Buchfresserchens zu beantworten!

Die heutige Frage ist: Gibt es ein Zitat aus einem Buch, das dir in letzter Zeit im Gedächtnis geblieben ist?

Und wie es das gibt! Gerade im meinem aktuellen Buch “Der letzte Engel – Der Ruf aus dem Eis” von Zoran Drvenkar aus dem cbj Verlag laufen mir haufenweise Zitate über den Weg. Zum Beispiel diese beiden hier:

“Heute denke ich, wir sind für alles selbst verantwortlich. Heute weiß ich auch, dass das Schicksal nur ein Scherz ist – wir sind es, die die Steine in Bewegung setzen, wir sind es, die der Lawine zuschauen, während sie auf uns zurast. Wir könnten ihr ausweichen, aber wir sind so fasziniert von der Zerstörung, dass wir stehen bleiben.” [Seite 137 der Hardcover-Ausgabe]

“Es ist vier Uhr nachmittags, die Welt ist am Durchdrehen und ein uralter Mann und ein zehnjähriges Mädchen sitzen in einer Wohnung, in der früher Ingrid Bergmann ein und aus ging.” [Seite 146 der Hardcover-Ausgabe]

Nachdem ich noch zahlreiche Seiten in diesem Buch vor mir habe, werden sicher noch einige behaltenswerten Textstellen hinzu kommen!

Mittwoch, 15. Februar 2017

Rezension “Der Märchenerzähler” von Antonia Michaelis

Erschreckend und schön

Michaelis_Der Märchenerzähler

 

Der Märchenerzähler
Antonia Michaelis
Verlagsgruppe Oetinger
448 Seiten
broschiert

ISBN 978-3-8415-0247-6
8,99 EUR
ab 14 Jahre

 

Der Klappentext: "Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?" © Verlagsgruppe Oetinger

Das Wesentliche: Antonia Michaelis schreibt Jugendbücher, die ohne Weiteres auch von Erwachsenen gelesen werden können. Ich würde fast sogar empfehlen, diesen Roman nicht schon mit 14 in die Hand zu nehmen, wie es die Altersempfehlung eigentlich vorsieht. Denn der Inhalt ist auf seine Weise gar nicht so leicht zu verdauen - bei mir hat die Geschichte sehr lange nachgeklungen. 

Es fängt eigentlich ganz harmlos an. Nie hätte Anna Lehmann gedacht, dass Abel Tannatek, den in der Schule alle nur als Außenseiter betrachten und der tatsächlich schräg im Leben steht, ihr so nahe gehen könnte. Abel kümmert sich neben der Schule um seine kleine Schwester Micha, ein wundervolles kleines Mädchen von sechs Jahren, das man sofort ins Herz schließen muss. So geht es auch Anna, als sie zum ersten Mal auf die kleine Micha trifft. Doch Abel bleibt extrem misstrauisch und lässt Anna nur sehr, sehr langsam an sich heran.

Als Anna sich nach und nach in Abels Augen als vertrauenswürdig erweist, räumt er ihr - verwoben in ein Märchen, das eigentlich für Micha gedacht ist - dann doch einen Platz in seinem Leben ein. In diesem Märchen aber sind Wahrheit und Lüge auch für den Leser nicht mehr zu unterscheiden. Als dann der erste Mord geschieht, muss man sich schnell die Frage stellen, ob wirklich alles erfunden ist. 

Das Auf und Ab bei Annas Gefühlen, ausgelöst durch die Geschehnisse in der Realität und die parallel zur Realität ablaufende Geschichte in Abels Märchen, spürt man als Leser so hautnah mit, dass es einem den Atem raubt. So gelingt es Antonia Michaelis, nicht nur einen geschickt gewebten Thriller zu erzählen, sondern parallel eine Liebesgeschichte von beeindruckender Intensität zu präsentieren. Gefühl und Verstand werden so nicht nur bei Anna, sondern auch beim Leser zu erbitterten Konkurrenten. 

Das Fazit: Dieses Buch fesselt auf eine erschreckend schöne und zugleich schreckliche Art und Weise. Poetisch und prosaisch, zärtlich und gefährlich, bezaubernd und beklemmend. Wie Antonia Michaelis die sprachlichen Fäden webt, haut mich im wahrsten Sinne des Wortes einfach um. 

Die Bewertung: