Sonntag, 31. März 2013

Neuzugänge 2013-03

Hallo ihr Lieben,

an diesem schönen Ostersonntag habe ich mal meine Neuzugänge des Monats März aufgestapelt - allem Sub-Abbau zum Trotz!!!


Kurt und ich freuen uns über die folgenden Bücher (von unten nach oben):

Ertauscht habe ich über die LovelyBooks-Tauschrunden ein paar Wunschlistenbücher:
Für die Teilnahme an Leserunden bei LovelyBooks sind bei mir eingezogen:
Gewonnen bei den lieben Mädels von Zwei Sichten auf Bücher:
Gekauft weil es so viele Blogs so gut bewertet haben und weil ich hoffe, dass es mich so faszinieren wird wie die Glattauer-E-Mail-Bücher:
Als Rezensionsexemplar bei Blogg dein Buch gewonnen und schon teilweise getestet und für gut befunden:
Ein weiteres auf einem Blog gewonnene Buch liegt noch in der Packstation - ich werde es euch zwar erst im April zeigen können, aber noch als Zugang im März zählen, damit ich den SUB-Abbau-Extrem im April wieder mit vollem Elan beginnen kann.

Einen schönen Ostersonntag Abend wünsche ich euch!

Eure LeseMaus
 

Samstag, 30. März 2013

Freiheit, die ich meine...


Hallo ihr Lieben,

jaaaaa, endlich eine Woche Urlaub! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie froh ich bin! Gerade die letzten zwei Wochen waren sehr arbeitsintensiv, was ja nicht schlimm wäre, wenn damit nicht auch Überstunden verbunden gewesen wären.

Aber jetzt wird erst einmal relaxt. Ich habe ja auch hier einiges nachzuholen. Meine Neuzugänge zum Beispiel, da sind bestimmt 8 oder 10 Bücher, die ich euch noch nicht gezeigt habe. Oder meine Challenge-Updates. Außerdem will ich mir das schicke neue LovelyBooks-Widget einbauen. Ich habe es zuerst bei Kossi entdeckt, sowas will ich auch! Ja, und ich habe noch etwa vier Rezensionen in der Pipeline, die geschrieben werden wollen.

Und was kann ich nicht in der Woche Freiheit alles für Bücher lesen! Zum einen bin ich gerade mit einem tollen Familiengeheimnis-Roman befasst: Im Land der weiten Fjorde. Wie gemacht, um darin zu versinken. Aber ich habe auch noch drei Bücherei-Bücher hier, die mir in die Hände gefallen sind:



Auch diese laden förmlich dazu ein, sich in die Ecke aufs Sofa zu werfen und abzutauchen. Hach, was freue ich mich auf die freien Tage! Wenn ich ganz über die Stränge schlage, lade ich mir einfach auch noch ein oder zwei E-Books. Was schert mich mein SUB-Abbau von gestern ;-)

Gerade dieses Buch hier ist in den letzten Tagen aus der Blogger-Welt ohnehin nicht mehr wegzudenken - hier der Gänsehaut-Trailer dazu, der mich vollends überzeugt hat, dass ich dieses Buch haben MUSS:


Natürlich werde ich nicht nur lesen - ich habe auch solche schrecklichen Dinge vor wie den Kleiderschrank aufzuräumen oder die Steuererklärung vorzubereiten... Aber davon werde ich mich nicht völlig vereinnahmen lassen!

Liebe Grüße
Eure LeseMaus
 

Dienstag, 19. März 2013

Rezension "Jay - Explosive Wahrheit" von Stefanie Ross


Romantic Thrill – fesselnd und berührend


Stefanie Ross
Jay – Explosive Wahrheit
Egmont Lyx
Band 2 der DeGrasse-Reihe
Taschenbuch
528 Seiten
Erscheinungsjahr: 2013
ISBN 978-3-8025-8860-0
9,99 EUR


Der Weg zu mir: Stefanie Ross kenne ich bereits durch ihren tollen Krimi „Fatale Bilanz“ (Rezi hier: klick), den ich im letzten Jahr gelesen habe. Da lag es nur nahe, die Gelegenheit beim Schopfe zu packen und mich für eine Leserunde ihres neuen Buches bei LovelyBooks zu bewerben. Und: Glück gehabt! Sowohl hinsichtlich des Buchgewinns, aber auch und vor allem in Sachen Lesegenuss. Dafür vielen Dank an Egmont Lyx und Stefanie Ross!

Der erste Satz: „Er hätte sich nie auf diesen Kampf einlassen dürfen.“

Das Äußere: Ein ziemlich dickes Buch habe ich da auspacken dürfen – ein paar Seiten mehr, und ich hätte ein Buch mehr für meine Wälzer-Challenge gezählt. Trotz der vielen Seiten liegt das Buch gut in der Hand, und die Qualität ist wirklich sehr gut, denn es ist nicht eine einzige Leserille zu sehen. Auf dem Cover sieht man zu allererst in die Augen eines gutaussehenden Mannes. Für mich eine Spur zu kitschig – aber da es sich um eine Reihe handelt, deren Bücher alle im gleichen Stil erscheinen, durchaus zu verzeihen ;-)

Das Innere: Jay DeGrasse ist als Special Agent beim FBI mit seinem Team auf der fieberhaften Suche nach den Hintergründen der ungebremst steigenden Drogenimporte aus Mexiko. Seine neue Vorgesetzte und Technik-Expertin Elizabeth Saunders passt mit ihrem strengen Äußeren und ihrer disziplinierten Haltung zudem nicht unbedingt in die Mannschaft hinein. Dennoch raufen sich die beiden zusammen, um gemeinsam gegen das Verbrechen vorzugehen. Bald gibt es erste Spuren und einen schwerwiegenden Verdacht: Gibt es womöglich einen Maulwurf im Team? Und schon bald schweben nicht nur Jay und Elizabeth in Lebensgefahr…

Das Wesentliche: Vorab ein Hinweis meinerseits: dieses Buch war mein allererster Ausflug in das Genre „Romantic Suspense“. Und wäre Stefanie Ross nicht gewesen, hätte ich mich nie getraut, in dieses Genre hineinzuschnuppern. Aber da mir ihr Krimi „Fatale Bilanz“ im letzten Jahr enorm gefallen hat, habe ich es einfach gewagt. Glücklicherweise wurde ich nicht enttäuscht!

In Stefanie Ross‘ DeGrasse-Reihe geht es jeweils um einen der fünf Brüder aus der DeGrasse-Familie. So steht dieses Mal Jay DeGrasse im Vordergrund. Er ist auf den ersten Blick ein lässiger und impulsiver Charakter, aber sehr verlässlich, wenn es darauf ankommt. Auf etwas eigenwillige Art und Weise führt er sein Team an, doch die Zusammenarbeit funktioniert Hand in Hand. Und natürlich sieht Jay auch noch enorm gut aus.

Elizabeth Saunders passt zu Beginn überhaupt nicht ins Team, kehrt sie doch viel zu sehr die unnahbare Vorgesetzte heraus. Die kleinen Wortgefechte zwischen Jay und Elizabeth machen das Buch aber schon zu Beginn zu einem Lesevergnügen. Elizabeth‘ eigenwilliger Charakter, ihre altkluge Art und ihre scheinbar pedantische Vorgehensweise könnten theoretisch dazu führen, dass der Leser für Elizabeth eher verhaltene Sympathie empfindet. Aber keine Sorge, das ist nicht der Fall! Denn schnell erkennt man, dass auch Elizabeth‘ Geschichte vielschichtiger ist, als es zu Beginn scheint. 

Außerdem wäre das Buch ein ganz normaler Thriller und keines aus dem Genre „Romantic Suspense“, wenn es nicht eine ganze Reihe vorhersehbarer Ereignisse gäbe - vor allem wenn es darum geht, dass sich die Hauptpersonen – natürlich – im Laufe des Buches mehr und mehr annähern. Dabei ist die Handlung so abwechslungsreich und rasant, dass die Spannung nie abreißt. Es gibt zahlreiche Szenen, in denen Jay und Elizabeth so dermaßen in Gefahr geraten, dass man sich am liebsten die Fingernägel abknabbern würde.  Kaum hat man eine Szene hinter sich gebracht, folgt die nächste auf dem Fuße – hier liegt Stefanie Ross ein irres Tempo vor.

Besonders gefallen hat mir der Wechsel zwischen Spannung und Gefühl – aber damit erzähle ich einem Kenner des Genres bestimmt nichts Neues. Für mich jedoch war genau diese Art Handlungsablauf sowohl inhaltlich als auch stilistisch neu und durchaus überzeugend. Bewegung in die Handlung brachten auch die vielen verschiedenen Schauplätze – die Protagonisten haben dabei zu Fuß, mit dem Auto und dem Flugzeug enorme Strecken hinter sich gebracht. 

Mir hat es übrigens keine Schwierigkeiten bereitet, mit dem zweiten Roman in die DeGrasse-Reihe einzusteigen. Jays Bruder Luc, der im ersten Band die Hauptrolle spielte, taucht auch hier wieder auf, genau wie einige andere Mitglieder der recht umfangreichen Familie. Mir hat dieses Buch auf jeden Fall Lust darauf gemacht, sowohl den Vorgänger als auch die Nachfolger zu lesen, was dafür spricht, dass es der Autorin sehr gut gelungen ist, trotz der Einbettung in die Buchreihe eine in sich abgeschlossene und gut lesbare Geschichte zu erzählen. 

Das Fazit: Mein erster Roman aus dem Bereich „Romantic Suspense“ war ein enormer Lesegenuss! Ich bin so in der Geschichte aufgegangen, dass ich einmal sogar meine Haltestelle verpasst habe (siehe hier: klick), was wohl mehr als viele Worte für die Wirkung des Buches spricht. Sehr empfehlenswert für Anfänger und ganz sicher auch für Kenner des Genres – mehr davon! 

Die Bewertung: 

Dienstag, 12. März 2013

Rezension "Die Verstummten" von Stephanie Fey


Spannender Thriller mit Geschichte


Stephanie Fey
Die Verstummten
Heyne Verlag
Taschenbuch
432 Seiten
Erscheinungsjahr: 2013
ISBN 978-3-453-40979-8
8,99 EUR




Der Weg zu mir: Nachdem ich davon gehört habe, dass die Autorin Stephanie Fey mit ihrem Vorgängerroman im letzten Jahr den Amazon Autorenpreis erhalten hat, habe ich nicht gezögert, als die Chance auf die Teilnahme an einer Leserunde für den Nachfolgeband der sog. „Elster-Reihe“ bei den Buchgesichtern bestand. Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Leseexemplar und an Stephanie Fey für die Begleitung der Leserunde und die Beantwortung der Fragen.

Der erste Satz: „Das Gras raschelte, als Salamander sich vor den Gartenstuhl kniete und die Waffe ausrichtete.“

Das Äußere: Das Cover des Taschenbuchs zeigt das Gesicht einer Frau mit geschlossenen Augen. Es scheint fast, als würde ihr Gesicht hinter zersplittertem Glas zu sehen sein. Zwar hat das Bild in meinen Augen keinen direkten Bezug zum Inhalt des Buches, dennoch sieht man dem Buch auf den ersten Blick an, dass es sich hier um einen Thriller handeln muss.

Das Innere: Die Gerichtsmedizinerin Carina und ihr Vater, der Kriminalhauptkommissar Matte Kyreleis, sind im Auto unterwegs, als sie unverhofft einem Geisterfahrer ausweichen müssen. An Ort und Stelle leisten sie nach dem schweren Unfall dem jungen Geisterfahrer erste Hilfe. Als die beiden später die Eltern des jungen Mannes informieren möchten, trauen sie ihren Augen kaum, als sie das Ehepaar tot in ihrem Haus finden. Seltsamerweise sind beide gekleidet wie zu ihrer eigenen Hochzeit. Auf den ersten Blick scheint der Sohn seine eigenen Eltern auf dem Gewissen zu haben – aber womöglich steckt noch mehr dahinter…

Das Wesentliche: Der Leser wird in Stephanie Feys Thriller direkt mitten ins Geschehen mitgenommen. Carina hadert gerade mit ihrem Vater, denn augenscheinlich ist die Frau, die sie jahrelang für ihre Mutter gehalten hat, gar nicht mit ihr verwandt. Doch noch ehe diese Tatsache weiter ausgebaut wird, geschieht der Unfall, dem die beiden nur knapp entgehen, und die spannende Handlung rund um den Mord an den beiden Eltern des Geisterfahrers beginnt.
Und so folgt man im Verlauf der Handlung Carina sowohl auf den Spuren ihrer Herkunft als auch auf den Spuren des vorliegenden Verbrechens. Mir hat es gut gefallen, dass Carina und ihr Vater nicht nur im Rahmen der Ermittlungen miteinander agiert haben, sondern dass die persönliche Problematik der beiden parallel thematisiert wurde. Carina engagiert sich in beiden Themenfeldern auf eine nahezu verbissene Art und Weise – aber ihr Verhalten ist für den Leser jeweils verständlich aufbereitet, so dass man ihren Ermittlungen und Folgerungen nur allzu gerne folgt. 

Carina Kyreleis ist nicht nur Rechtsmedizinerin, sondern kann vor allem in ihrer Tätigkeit als Gesichtsrekonstrukteurin voll in ihrer Arbeit aufgehen. Ich hätte mich gefreut, wenn dieser Aspekt ihrer Arbeit noch mehr zum Ablauf der Handlung beigetragen hätte als es der Fall war. Der Beruf hat noch deutlich mehr Ausbaupotenzial, gerade in einer Thrillerhandlung. Ich hoffe, dass in den nächsten Romanen der Reihe noch mehr davon zu erfahren sein wird.
Ein toller Charakter ist auch Kriminalmeister Peter Schuster, ein Mitarbeiter von Matte. Er erscheint zunächst etwas schusselig, ist aber ein brillanter Kopf, der sich für den anderen einsetzt, wenn es darauf ankommt. Das hat mir gut gefallen! 

Zu Carinas Vater Matte hatte ich zu Beginn der Lektüre noch ein etwas zwiespältiges Verhältnis. Mir war nicht klar, wieso und warum er Carina so ungern an seinen Ermittlungen teilhaben lässt, obwohl doch beide gemeinsam auf den Fall gestoßen sind. Zum Ende hin habe ich aber meine Sympathie auch für Matte entdeckt, der als Kriminalhauptkomissar einfach auch ein paar „Baustellen“ in der Vergangenheit hat, die man zu Anfang noch nicht vollständig versteht. 

Überhaupt ist der Roman voll von einzelnen, auch zeitlich unterschiedlichen Handlungssträngen, denen der Leser aufmerksam folgen sollte - aber Vorsicht: auch dann ist er nicht gefeit vor falschen eigenen Schlussfolgerungen, die den Verlauf der Handlung so spannend machen. Ich bin auf jeden Fall mehr als einmal auf der falschen Spur gewesen. Gewürzt wird die fiktive Handlung übrigens dadurch, dass sie eingebettet ist in die wahre Geschichte eines Mordanschlags der Rote-Armee-Fraktion. Damit wirkt der Roman gleich noch ein ganzes Stück authentischer und nachvollziehbarer.

Dass ich den ersten Teil der „Elster-Reihe“, „Die Gesichtslosen“, bisher nicht kenne, hat der Lektüre übrigens nicht geschadet. Zwar gibt es ein paar Stellen, an denen eine Erläuterung hilfreich gewesen wäre – aber die Lücken sind für den Verlauf der Handlung nicht so wesentlich, dass man den Faden nicht ohne Probleme wieder aufgreifen könnte. Auf jeden Fall hat mir dieses Buch Lust darauf gemacht, auch den Vorgängerroman noch zu lesen, für den die Autorin letztes Jahr – 2012 – den Amazon-Autorenpreis einheimsen konnte.

Das Fazit: Ein spannender Kriminalroman, bei dem der Leser sich nicht zu sicher sein darf – er wird überrascht werden. Mir haben die spannende, flüssige Handlung und die vielschichtigen Charaktere gut gefallen. Ein tolles Buch, das auch gut zu lesen ist, wenn man den ersten Band der Reihe nicht kennt.

Die Bewertung: 

Freitag, 8. März 2013

Wie bitte, mein Ticket gilt hier nicht?

...habe ich heute in der Bahn auf dem Weg nach Hause gefragt, als der Kontrolleur meinte, ich wäre außerhalb des Tarifgebiets. Dachte ich doch, dass ich ganz normal auf dem Weg nach Hause wäre. Immerhin kenne ich die Strecke wie meine Westentasche, fahre ich sie doch ständig.

Aber Pustekuchen, ich war schon längst an meinem Zielbahnhof vorbei! Da habe ich mich doch tatsächlich sowas von in mein aktuelles Testlesebuch "Jay - Tödliche Wahrheit" vertieft, dass ich an meinem Bahnhof vorbeigefahren bin.

Wäre ja gar nicht so schlimm, wenn mich nicht der pflichtbewusste Kontrolleur aufgeschrieben hätte. Ob ich jetzt der Deutschen Bahn erklären kann, wie unerwartet fesselnd das für mich total neue Genre "Romantic Suspense" ist? Auf jeden Fall werde ich einen Link zum Buch in meine Begründung gegenüber der Bahn einbauen, wieso ich heute "schwarz" gefahren bin. Dann freut sich vielleicht der eine oder andere Bahnbeamte zumindest über eine gute Leseempfehlung *grins*.

Ein bisschen peinlich war es mir dann doch heute. Drückt mir mal die Daumen, dass ich um die 40 Euro Strafmandat herumkomme.

Mal ehrlich, ist euch das auch schon mal passiert?

Liebe Grüße
Eure LeseMaus

Dienstag, 5. März 2013

Rezension der Woche bei Petra Schier

Hallo ihr Lieben,

ich habe noch gar nicht erzählt, wie riesig ich mich gefreut habe, dass Petra Schier auf ihrem Blog in der letzten Woche meine Rezension zu ihrem wunderbaren Roman "Die Eifelgräfin" zur Rezension der Woche gewählt hat.

"Die Eifengräfin" ist der erste Teil der "Kreuz-Reihe", den ich definitiv jedem ans Herz legen kann, der Freude an historischen Romanen hat und zugleich eine unglaublich schöne Liebesgeschichte lesen möchte. Ein Klick auf's Cover führt euch zu meiner vollständigen Rezension.

Zum Buch beim Rowohlt Verlag: klick.

Was Petra Schier an meiner Rezension am besten gefallen hat, könnt ihr hier nachlesen: klick.

Liebe Grüße
Eure LeseMaus

Montag, 4. März 2013

Der Mausemonat 2013-02

Hallo Ihr Lieben,

und schon ist der kürzeste Monat des Jahres wieder vorbei, und der März ist schon wieder in vollem Gange. Heute kam endlich die Sonne heraus - ich habe schon gedacht, das wird nie was. Und das ist aus meinem Mund eine total ungewöhnliche Aussage, denn sonst bin ich überhaupt gar kein Sonnenanbeter. Dieses Mal hat sie mir wirklich gefehlt.


Nun aber erst einmal zu meinen gelesenen Büchern:


  • Antje Wagner: Vakuum *****
  • Anna McPartlin: So was wie Liebe **
  • Antje Szillat: Die Tiefen deines Herzens ****
  • Eva Stachniak: Der Winterpalast ***
  • Monika Baron: Tote essen kein Fastfood ****
  • Stephanie Fey: Die Verstummten ****
Wie beim letzten Mal schon könnt ihr bei einem Klick auf die Cover oben zu Amazon gelangen.

Jetzt zu den Zahlen, Daten und Fakten:

BÜCHER

6 gelesene Bücher
2.318 Seiten
= durchschnittlich 386 Seiten/Buch 
= durchschnittlich 83 Seiten/Tag

CHALLENGES

  • Auf die hohe Kante: 14,00 € gespart
  • Debutautoren Challenge: wartet noch auf die Dinge, die da kommen - das erste Buch habe ich nun für eine Leserunde gewonnen und wird bald ankommen
  • Deutschsprachige Autoren: 3 gelesen + rezensiert
  • Monikas SUB-Abbau: 23 Punkte
  • SUB-Abbau 2011 und älter: 3 von 30
  • SUB-Abbau 2013: 4 von 30 Lesekategorien erfüllt
  • SUB-Abbau extrem: nicht bestanden (+/- 0 Bücher = 185 Bücher)
  • Wälzer: 1 von 10 Bücher gelesen


Liebe Grüße
Eure LeseMaus

Sonntag, 3. März 2013

Rezension "Die Tiefen deines Herzens" von Antje Szillat

Verhängnisvolles Gefühlschaos


Antje Szillat
Die Tiefen deines Herzens
Coppenrath Verlag
Hardcover
304 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Erscheinungsjahr: 2013
ISBN 978-3-649-61113-4
14,95 EUR


Der Weg zu mir: Ein tolles Buch für eine LovelyBooks-Leserunde, habe ich mir gedacht, denn damit konnte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: zum einen die Autorin Antje Szillat kennenlernen, über deren Bücher ich schon viel Gutes gehört hatte, und zum einen dieses schon von außen sehr verlockende Buch lesen. Vielen Dank also an den Coppenrath Verlag und an Antje Szillat für die schöne Leserunde.

Der erste Satz: „Die Hecke war dicht und schien mir undurchdringlich.“

Das Äußere: Das Cover des Hardcover-Buches zeigt die Gesichter eines Jungen und eines Mädchens, die sich zum Kuss finden. Das Bild wirkt mit seinen hellen Blautönen wie gezeichnet, sehr zart. Zusammen mit dem Titel des Buches wirkt das Äußere sehr einladend – obwohl ich den Titel für den kitschigsten Buchtitel halte, den ich je gesehen habe ;-)

Das Innere: Leni und Felix – das ist das unzertrennliche Pärchen aus der Kindheit und frühen Jugendzeit. Leni und Marc – das ist das Verhängnis, mit dem niemand gerechnet hat. Und doch geschieht es. Kurz nachdem Leni und Felix die ersten Schritte von der Freundschaft in Richtung Liebesbeziehung gegangen sind, trifft Leni während der Ferien bei ihrer Tante Clara auf Usedom auf deren Stiefsohn Marc, den undurchsichtigen und arrogant wirkenden Engländer. Und schon steckt Leni in dem Gefühlschaos, das sie nie erwartet hätte. In diesem Gefühlschaos trifft Leni einige Entscheidungen, die ihr weiteres Leben wesentlich beeinflussen – doch sind ihre Entscheidungen die Richtigen? 

Das Wesentliche:  Leni und Felix sind ein Traumpaar. Als Nachbarskinder, die schon in jungen Jahren miteinander gespielt haben, werden beide von ihrem Umfeld auch als Liebespaar gesehen. Und eines Abends gehen beide wie selbstverständlich den einen Schritt weiter aufeinander zu, der den Unterschied zwischen Freundschaft und Liebe ausmacht. Doch bereits am nächsten Tag soll Leni zu ihrer Tante Clara auf die Insel Usedom fahren, um dort die Ferien zu verbringen – und Felix erhält ein Angebot eines namhaften Fußballclubs. 

In dieser Situation findet der Leser die beiden Protagonisten. Leni, glaubhaft frisch verliebt, und Felix, sympathisch, lieb und aufmerksam. Da kann man es kaum ertragen, dass beide kurzerhand durch die von Lenis Eltern aufgezwungene Urlaubsreise auseinandergerissen werden. Doch kurz darauf wendet sich das Blatt, denn Leni begegnet am Strand von Usedom dem recht arroganten, aber nachhaltig im Gedächtnis bleibenden Marc.

Bis hierhin und noch etwas weiter ist der Inhalt des Buches fast ein wenig vorhersehbar. Leni steckt gefühlsmäßig in der Klemme, doch das ist so nachvollziehbar beschrieben, dass man ihr den inneren Zwiespalt sehr gut nachfühlen kann. 

Marc gefällt im Vergleich zu dem eher soliden und vertrauenswürdigen Felix als Protagonist erst auf den zweiten Blick. Hier nimmt man zuerst haargenau Lenis Sichtweise ein und findet Marc herablassend, unnahbar und schroff. Doch hinter der Fassade seines rauen Äußeren steckt ein guter Kern – zudem hat Marc etwas Schlimmes erlebt, das einiges an seinem Verhalten erklärt. Auch Leni blickt nach und nach hinter Marcs Kulissen – was zu den himmelhoch jauchenzenden und zu Tode betrübten Gefühlen bei ihr führt. Schließlich wartet daheim Felix – und als Leser steckt man mindestens ebenso in der gefühlsmäßigen Klemme wie die Hauptprotagonistin selbst. Für mich war es mindestens ebenso schwierig wie für Leni, mich hier für eine Seite zu entscheiden.

Als dann noch etwas enorm Unerwartetes passiert, geht es mächtig drunter und drüber. Die Schauplätze und Lebensumstände Lenis wechseln auf einmal so schnell, dass man fast nicht hinterher kommt – und auch so manche Entscheidung Lenis sehr, sehr skeptisch beäugt. 

Mehr will ich von diesem fesselnden Liebesroman nicht verraten, der mehr in sich birgt, als das Äußere vermuten lässt. Hier muss man sich als Leser einfach überraschen lassen – aber auch gefasst darauf sein, dass die eine oder andere geschilderte Situation schon etwas an die Nieren geht. Mir hat das Buch rundum gut gefallen – nur die eine Szene, in der Leni sich ohne Gedanken an irgendeine Art von Verhütung in eine Liebesszene stürzt, hätte in meinen Augen nicht unbedingt sein müssen.

Das Fazit: Ein schönes, gefühlvolles Jugendbuch. Eine sympathische Protagonistin erlebt die erste und die zweite Liebe – und das auf eine Weise, die den Leser allzeit im Bann hält. Wer schöne, aber gleichzeitig spannend beschriebene Liebesgeschichten mit unvorhersehbaren Wendungen mag, wird auch außerhalb des Jugendalters daran seine Freude haben.

Die Bewertung: