Sonntag, 30. September 2012

Rezension "Rebellen der Ewigkeit" von Gerd Ruebenstrunk


Faszinierende Spiele mit der Zeit

 
Gerd Ruebenstrunk
Rebellen der Ewigkeit
arsEdition
Hardcover
416 Seiten
Altersempfehlung des Verlags: ab 12 Jahre
Erscheinungsjahr: 2012
ISBN 978-3-7607-6339-6
12,00 EUR

Der Weg zu mir: In diesem Jahr war ich auf der FedCon – der weltbesten StarTrek-Convention, die jährlich im Maritim Hotel in Düsseldorf stattfindet. Dort gab es die Möglichkeit, an einem Gewinnspiel teilzunehmen – und ich habe tatsächlich dieses tolle Buch gewonnen!

Der erste Satz: „Amanda Reisz fluchte.“

Das Äußere: Das Hardcover-Buch zeigt ineinander greifende Zahnräder – und eines dieser Rädchen zeigt im Inneren eine menschliche Iris. Dies wird im Buch auch eine tragende Rolle spielen, insofern finde ich das Cover sehr gut gewählt. Hinzu kommt der orangefarben gefärbte Schnitt der Seiten – richtig toll gemacht!

Das Innere: Wir sind in einer Zeit, in der es kein Problem ist, Lebensjahre ver- und anzukaufen. Diese werden in sogenannten Zeitbatterien der Firma Tempus Fugit gespeichert. Die junge Valerie ist eine der Personen, die mehrere wertvolle Lebensjahre verkauft, um die notwendige medizinische Versorgung ihrer schwer kranken Mutter sicher zu stellen. Währenddessen gerät der junge Willis im Rahmen eines Transportauftrags als Fahrradkurier in eine brenzlige Situation, als sein Kunde von zwei zwielichtigen Gestalten getötet wird. Durch einen Zufall treffen sie auf die Privatdetektivin Karelia, die gerade einen lukrativen Auftrag erhalten hat: augenscheinlich wird Tempus Fugit von Terroristen bedroht – und Karelia soll herausfinden, um wen es sich handelt. Die beiden jungen Leute werden von Karelia als Aushilfen eingestellt – doch ihre Mission ist nicht ganz ungefährlich, geraten sie doch sehr schnell zwischen die Fronten der terroristischen Organisation. 

Das Wesentliche: Wow, was für ein rasanter Roman! Schon das erste Zusammentreffen von Valerie, Willis und Karelia ist spannungsgeladen, so dass der Leser direkt von der Geschichte gefangen genommen wird. Und diese hat es wirklich in sich: allein die Vorstellung, Lebenszeit in Batterien speichern zu können, um diese anderen Personen zukommen lassen zu können, ist ungemein faszinierend. Dass eine Organisation, die dies bewerkstelligt, ein beliebtes Angriffsziel für terroristische Vereinigungen sein könnte, ist insofern auch ein realistisches Szenario und bildet den Ausgangspunkt für die Handlung.

Dass Ricardo, der Inhaber von Tempus Fugit, nicht mit ganz sauberen Methoden arbeitet, wird direkt zu Beginn des Romans bereits im Prolog erläutert. Daher ist dem Leser bereits von Anfang an klar, dass auch Tempus Fugit die eine oder andere Leiche im Keller haben muss: Amanda Reisz, die ehemalige Lebensgefährtin Ricardos, wurde von ihm ausgebootet und aus der Firma gedrängt.

Die sympathische Privatdetektivin Karelia ist auf jeden Fall froh, einen lukrativen Auftrag an Land gezogen zu haben, und stellt mit Valerie und Willis zwei junge Leute als Gehilfen ein, die direkt mit Herzblut an die Ermittlungen gehen. Valerie ist froh, einen Job bekommen zu haben, der ihr ein zusätzliches Einkommen bietet, und Willis ist froh, nach dem gefährlichen Erlebnis als Fahrradkurier direkt einen anderen Arbeitgeber gefunden zu haben.

Willis ist ein toller Charakter, der mir richtig gut gefallen hat. Er stammt aus einem Waisenhaus, hat sich jedoch schnell auf eigene Füße gestellt und sein Leben selbst in die Hand genommen. Auf bewundernswerte Art und Weise stellt er sich allen auf ihn zu kommenden Situationen. Natürlich lässt er sich auch von seinen Gefühlen leiten, doch er reflektiert die jeweiligen Umstände in den meisten Fällen besser, als das ein Erwachsener tun würde. Im Laufe der Handlung kommen er und Valerie sich näher. Die beginnende Freundschaft zwischen den beiden Jugendlichen ist richtig gut nachvollziehbar, gut dosiert und nie übertrieben, so dass es von der übrigen Handlung ablenken würde.

Das Buch fasziniert durch zahlreiche Wendungen, mit denen man zu Beginn nicht gerechnet hätte. So ist z. B. die Geschichte der Zeitbatterien etwas diffiziler als es scheint – einige zwischen die Kapitel eingestreuten kurzen Schilderungen von Personen, die sich auf eigenartige Art und Weise nicht mehr in ihrer eigenen Umgebung zurecht finden, unterstützen den Verdacht, dass es hier um mehr gehen muss.

Gerd Ruebenstrunk schafft es, seinen Roman vielfältig zu gestalten und dadurch keinerlei Längen aufkommen zu lassen. In jedem Kapitel werden die beiden Jugendlichen ordentlich durchgerüttelt. Das überträgt sich durch den lebendigen Schreibstil direkt auf den Leser, der das Buch dadurch mit Hochspannung verfolgt.

Das Fazit: Dieser Jugendroman ist richtig klasse – aber möglicherweise erst ab vierzehn Jahren zu empfehlen, denn es gibt ein paar Szenen, die man erst mal verpacken muss. Die Handlung zieht den Leser jedenfalls sofort in ihren Bann, und es gibt immer wieder neue Überraschungen. Mein erster Roman von Gerd Ruebenstrunk wird bestimmt nicht mein letzter gewesen sein!

Die Bewertung: 

6. Blog-Award (Fragen Teil 1)

Erneut darf ich mich über einen Award freuen. Und das gleich zweimal, ich habe ihn nämlich von
- Anika von http://anisbuchsessel.blogspot.de und
- Linda von http://lindareadabook.blogspot.de
erhalten. Lieben Dank an euch zwei!

Bei diesem Award sollen elf Fragen beantwortet werden, was ich natürlich gerne mache. Ich teile die Fragen mal auf zwei Tage auf, damit es nicht zuviel wird. Erst die Fragen von Anika:

1. Wieviele Bücher habt ihr in eurem SUB? Tja, da hilft ein Blick auf meine Seite "SUB". Da steht, es wären derzeit 226 Stück, seufz.

2. Wie lange habt ihr schon euren Blog? Mein Blog hat am 24.12. letzten Jahres das Licht der Welt erblickt. Ein schönes Datum für einen Blog-Geburtstag, finde ich.

3. Welches Buch lest ihr zur Zeit? Das sind mehrere, nämlich zum einen "Der Bayerische Hiasl" von Manfred Böckl und zum anderen im Rahmen einer LovelyBooks-Leserunde "Das Haus in der Löwengasse" von Petra Schier. Und dann lese ich jeden Abend ein kleines Kapitel im Buch "Schattenspringer. Ein Jacobsweg der Seele" von Penny McLean.

4. Wie alt wart ihr, als ihr büchersüchtig wurdet? Ich glaube, da war ich so vier Jahre alt. Da hat meine Mutter mir nämlich so lange die Strubbelliese vorgelesen, bis ich sie auswendig konnte ;-)

5. Welches ist euer Lieblingsbuchcover? Das wechselt - und meistens stelle ich die Bücher, die ich besonders schön finde, dann auch mit der Front nach vorne ins Regal. Zurzeit mag ich am liebsten das Cover von Mathias Malzieus Roman "Die Mechanik des Herzens". Irgendwie erinnert mich das Cover an den Film "Nightmare before Christmas".

6. An welchem Ort lest ihr am liebsten? Am liebsten lese ich immer noch im Bett. Natürlich ist es da mit Taschenbüchern irgendwie einfacher als mit Hardcovern, lach.

7. An welchem Ort lest ihr nicht so gerne? Komischerweise lese ich nicht so gerne auf der Couch. Diese verbinde ich nämlich eher mit Fernsehen (oder mit Internetsurfen, mit dem Laptop auf den Knien).

8. Hört ihr Musik während des Lesens? Nein, das geht gar nicht. Mein Kopfkino braucht Freiraum.

9. Hört ihr gerne Hörbücher? Ja, aber nicht immer gleich viel. Hörbücher höre ich z. B. gerne beim Hausputz. Wenn ihr demnächst meine Monatsstatistiken lest, könnt ihr daraus ersehen, wieviel ich in dem Monat mit Putzen verbracht habe, kicher.

10. Lest ihr lieber Hardcoverbücher oder Taschenbücher? Eigentlich lieber Taschenbücher, einfach weil sie einfacher zu transportieren sind und nicht so schwer. Allerdings sieht man Taschenbüchern es schneller an, wenn sie gelesen wurden.

11. Habt ihr auch Bücher von unbekannteren Autoren? Klar, denn abseits des Mainstreams findet man so manche Buchperle. Da kann ich z. B. "Namiko und das Flüstern" von Andreas Séché empfehlen, das ich zu Beginn dieses Jahres gelesen habe. Oder bei den E-Books den Roman "Rabenblut drängt" von Nikola Hotel. Ein grandioses Buch - die Autorin schreibt glücklicherweise gerade an Teil 2. Ich habe euch mal meine Rezensionen verlinkt, es würde mich freuen, wenn ihr euch die beiden Bücher mal näher ansehen würdet.

Übrigens möchte ich diesen Award ungerne weitergeben, da die Verteilung an elf weitere Blogs irgendwie einem Schneeballsystem gleichkommt - und Kettenbriefe haben auch noch nie gut funktioniert ;-) Ich denke mal, das ist so i. O.

Lindas Fragen finde ich auch sehr interessant - diese werde ich dann in einem separaten Post beantworten.

Gleich lade ich noch die Rezension zu "Rebellen der Ewigkeit" von Gerd Ruebenstrunk hoch, dann ist das schöne Wochenende auch schon wieder vorbei. Da das tolle Wetter aber noch ein paar Tage anhalten soll und am Mittwoch direkt wieder ein Feiertag winkt, ist das aber gar nicht so schlimm.

Einen guten Wochenstart für euch!

Liebe Grüße

Eure LeseMaus

Samstag, 29. September 2012

Rezension "Fatale Bilanz" von Stefanie Ross


Hamburger Ermittlungen par excellence



Stefanie Ross
Fatale Bilanz
Sutton Verlag
Taschenbuch
352 Seiten
Erscheinungsjahr: 2012
ISBN 978-3-95400-030-20
12,00 EUR



Der Weg zu mir: Da ich in diesem Jahr schon zwei Sutton-Krimis gelesen habe, die mich ziemlich überzeugt haben, habe ich mir nur allzu gern für die Leserunde dieses Debutromans von Stefanie Ross beworben. Lieben Dank an den Sutton Verlag und an LovelyBooks – und auch vielen Dank an Stefanie Ross für die vielen Hintergrundinformationen in der Runde.

Der erste Satz: „Er würde sie schließlich nicht gleich umbringen.“

Das Äußere: Das Taschenbuch hat das typische schwarzgründige Äußere, das man von den meisten Sutton-Krimis kennt. Sehr gut für die Sammlung im Regal! Rot abgesetzt sieht man die Skyline von Hamburg, dem Schauplatz des Romans. Die verschiedenen Hamburger Sets werden im Buch auch detailliert bezeichnet, so dass ein Hamburg-Kundiger sich gut zurecht findet und die Verbindung zum Cover hergestellt wird.

Das Innere: Zwei Handlungsstränge laufen in diesem Buch zusammen. Zunächst wird der Hamburger Bankmanager Joachim Kranz Opfer eines Anschlags, bei dem er allerdings nicht verletzt wird. Matthias Alberts und seine junge Kollegin Sandra werden in ihrem Dienstfahrzeug Zeuge des Attentats. Sven Klein vom Wirtschaftsdezernat des Landeskriminalamts Hamburg nimmt umgehend die Ermittlungen auf. Parallel ermittelt der Wirtschaftsprüfer Dirk Richter im Auftrag von Sven gemeinsam mit Mark Rawlins, einem Wirtschaftsprüfer des US-Schatzamtes, gegen eine Reederei, deren Überweisungen solche Ungereimtheiten aufweisen, die möglicherweise in Verbindung mit Al-Quaida stehen. Aus diesen zunächst unabhängig voneinander erscheinenden Ausgangssituationen entsteht ein spannender Kriminalfall, denn es gilt herauszufinden, ob Kranz möglicherweise mit der Reederei in Verbindung steht, um die Zahlungen zu decken…

Das Wesentliche:  Zu Beginn dieses Krimis gilt es – wie immer bei Sutton Kriminalfällen – die verschiedenen Charaktere, die nacheinander in ihren jeweiligen Handlungsrahmen vorgestellt werden, zu identifizieren, miteinander in Verbindung zu bringen – aber auch auseinander zu halten. Mir hilft da immer die eine oder andere Notiz, so dass ich immer nachschlagen kann, wenn ich zwischendurch nicht mehr sicher bin, welche Rolle eine Person spielt. Hat man diese kleine Anfangshürde überwunden, fluppt die Handlung nahezu reibungslos ineinander.

Besonders gut gefallen haben mir denn auch die verschiedenen Charaktere, die tatsächlich unterschiedlicher nicht sein können. Zunächst die Kriminalbeamten: Sven ist der Typ "einsamer Wolf", der vor einiger Zeit seine Familie auf tragische Weise verloren hat. Matthias ist sein Freund, der sich freut, in diesem Fall wieder mit ihm zusammen arbeiten zu können. Bei Sandra, der jungen Polizistin, habe ich mir manchmal die Haare raufen müssen, weil sie zu Beginn ihrer Karriere natürlich noch so rechtschaffen ist, dass sie die eine oder andere weniger enge Auslegung von polizeilichen Handlungsspielräumen nicht begreifen kann oder will. Damit legt sie ihren Partnern natürlich Steine in den Weg. 

Die "Zusammenführung" der verschiedenen Protagonisten passiert recht schnell: Alex, die Frau von Dirk, wird aufgrund eines Missverständnisses für eine kurze Zeit für die Attentäterin gehalten. Da  sie als ehemalige, sich im Mutterschutz befindliche Mitarbeiterin des Bankmanagers noch immer Zugang zur Bank hat, kann sie bei den Ermittlungen tatsächlich unterstützen. Dabei geht sie manchmal weiter, "als die Polizei erlaubt", und bringt sich selbst in Gefahr. Für uns als Leser steigert das aber nur noch mehr die Spannung, zumal Alex nicht zimperlich ist und den Männern in nichts nachsteht.

Spätestens in der Mitte des Buches macht Stefanie Ross den Krimi vollends zum Thriller: Es geschieht eine spannende Entführung, bei der alle Beteiligten eng zusammen arbeiten müssen. So schnell konnte ich gar nicht lesen, wie ich wissen wollte, wie es weiterging. Nicht jeder der Beteiligten ist am Ende der, der er zu Beginn des Romans war - zum einen, weil die Protagonisten zu einem richtig guten Team werden, zum anderen aber auch, weil der eine oder andere ein Geheimnis verbirgt, mit dem man zu Beginn nicht gerechnet hätte. Mehr will ich dazu aber nicht verraten!

Schön fand ich übrigens die recht detaillierten Hinweise zu den verschiedenen Schauplätzen, die im Buch vorkommen. Ich kenne Hamburg zwar nur von Kurztrips - mir erscheinen die Ortsangaben aber gut dosiert und nicht zuviel zu sein. Und die Hamburger freut's bestimmt.

Sutton wird für mich mehr und mehr ein Garant für geschickt konstruierte Romane. Ich habe mich gefreut zu hören, dass das Buch als Reihe angelegt ist. Es ist immer toll, schon beim ersten Teil dabei sein zu können. Stefanie Ross' Schreibstil ist sehr angenehm - von ihr werde ich sehr gerne mehr lesen.

Hier geht es zur Leseprobe auf der Seite des Verlags: klick

Das Fazit: Ein faszinierender Krimi aus dem Hause Sutton – wieder einmal. Top-Unterhaltung für alle, die Freude an herausfordernden, spannenden Verwicklungen mit sympatischen Charakteren haben.

Die Bewertung: 

Mittwoch, 26. September 2012

5. Blog-Award: Kinderschuh-Award II

Hallo ihr Lieben,

in der letzten Zeit sind wieder einige Awards unterwegs, von denen mich auch einer erreicht hat: der Kinderschuh-Award in einer 2. Variante. Dieses Mal war liebe Juju von Jujus Bücherkiste so lieb, ihn mir zu verleihen. Lieben Dank!



Die Regeln sind bekannt:
1. Der Blog darf nicht mehr als 200 Leser haben
2. Man muss über den Award auf seinem Blog berichten.
3. Den Blog des Nominators musst du auf deinem Blog verlinken, damit auch dieser Blog wächst.
4. Gebe den Award an 5 Blogger weiter und berichte ihnen davon.
5. Schreibe diese Regeln auch auf deinen Blog. 


Ich weiche - wie immer - etwas von den Regeln ab und nominiere nur drei weitere Blogs:

Phil und Charlie mit ihrem Blog Lesende Kater, weil ich es einfach total süß finde, dass hier zwei Katzen die Bücherwürmer sind.

Elisa mit ihrem Blog MyBookBubble, weil es hier nicht nur um Bücher, sondern auch mal um Musik geht.

Cathi mit ihrem schönen, ruhigen Blog Home for now. Hier fühle ich mich immer besonders gut, wenn ich dort verweilen kann. Der Name ist Programm. 

Das schöne an den Awards ist, dass man einfach mal auf tolle Blogs aufmerksam machen kann, die es wert sind, dass sie einfach mal besucht werden. Diese drei hier gehören auf jeden Fall auch in diese Kategorie.

Liebe Grüße

Eure LeseMaus

Samstag, 22. September 2012

Bloggeraktion zu "Die Verratenen"

Hallo ihr Lieben!

Erebos, Saeculum und Fünf stehen schon seit langem auf meiner Wunschliste. Nun kann ich direkt für Mitte Oktober das nächste Buch von Ursula Poznanski - Die Verratenen - auf die Liste schreiben. Und das ist sogar eine Trilogie, also sollte ich mich mit dem Lesen mal langsam beeilen ;-)

Zum Inhalt: 
Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende Zukunft vor sich – Rias Leben könnte nicht besser sein.
Doch dann wendet sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlich gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein Versteckspiel und eine atemlose Flucht durch eine karge, verwaiste Landschaft.
Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Doch sie kann niemandem mehr vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt.


Dazu gibt es vom Loewe-Verlag auch eine brandneue Website für die Autorin: www.ursula-poznanski.de. Ich habe mir die Seite angesehen und hoffe, dass im Laufe der Zeit dort mehr Hintergründe und mehr Persönliches über die Autorin seinen Platz finden wird. Bis Ende 2011 hatte die Autorin auf ihrer ersten Website einen eigenen Blog - so ganz können Facebook und Co. meiner Meinung nach die Lücke nicht schließen.

Nun bin ich aber erst einmal auf die ersten Berichte zum neuen Buch gespannt. Eine Leseprobe gibt es hier: *klick*. Einstweilen können wir schon einmal einen Block auf den Trailer werfen:


Liebe Grüße
Eure LeseMaus


Sonntag, 16. September 2012

4. Blog-Award: Kinderschuh-Award

In dieser Woche habe ich gleich zweimal einen Award bekommen: den Kinderschuh-Award! Ich freue mich sehr, besonders, weil gleich zwei liebe Bloggerinnen an mich gedacht haben. Es sind:

Hier ist das gute Stück:
Die Regeln sind:
- Poste den Award auf deinem Blog
- Verlinke den Nominator als kleines Dankeschön
- Gib ihn an 5 Blogger weiter
- Der Blog darf nicht mehr als 200 Leser haben
- Schreibe diese Regeln auch auf deinen Blog

Und ich gebe den Award weiter an:
  1. Anette mit ihrem Blog "Look! Pimp your room"
    Kein Buchblog, nein, hier geht es um Homestyle. Auch ein Thema, von dem ich auf anderen Blogs nie genug bekommen kann. Annette hat sehr vielseitige Ideen, und gibt vor allem auch viele Linktipps, damit man weiter stöbern kann. Ich bin hier mal nach der Anzahl der Blogspot-Follower und nicht nach der Anzahl der Facebook-Follower gegangen, einfach weil ich den Blog sehr mag.
  2. Den Blog "me dLux"
    Hier geht es mehr um DIY Projekte, hier sind alle möglichen Ideen rund um Nähen oder Basteln dabei - ebenfalls richtig schön. 
  3. Kathrin mit ihrem Blog "Scènes de la vie de bohème"
    Wenn Kathrin ihre Rezensionen schreibt, dann stellt sie die Bücher immer besonders kreativ dar.
  4. Suey mit ihrem Blog "kinda bookish"
    Ihren Blogstyle mag ich einfach. Klar und aufgeräumt - hier komme ich immer gerne zur Ruhe und lese ihre Artikel. 
So, ich höre mal bei vier auf, um das Risiko der "Inflation" etwas einzudämmen.

Wir lesen uns nächste Woche wieder - ich habe noch etliche Rezensionen in der Pipeline.

Liebe Grüße

Eure LeseMaus

Donnerstag, 13. September 2012

eBook-Premiere auf BdB


Nachdem ich ja nun das erste Buch für Blogg dein Buch rezensiert habe ("Schattenspieler" von Michael Römling - meine Rezension *hier*), habe ich dort aktuell folgende Infos gefunden, die sicher auch für euch nicht uninteressant sind:
Erstmals gibt es auch eBook-Rezensionsexemplare auf Blogg dein Buch. Für den Start hat sich Blogg dein Buch den passenden Verlag dazu gesucht: dotbooks. Der junge Verlag bietet etwas Besonderes: Hier treffen Verlagstradition und digitale Innovation zusammen. Mit viel Liebe zur Literatur und immer die Leser im Blick besticht der Verlag mit einem außergewöhnlichen Programm: Alle Bücher sind vorerst nur als eBooks erhältlich. Dabei ist es immer das Ziel, für die Leser die besten Autoren zu finden und ihre Geschichten zu publizieren – aus allen möglichen Genres, vom Thriller übers Kinderbuch bis zum Ratgeber. Zum Start der Premiere haben sich Blogg dein Buch und Dotbooks eine super Aktion überlegt: Die BdB-Blogger können sich aus acht verschiedenen eBook-Titeln aus verschiedenen Genren eBook-Rezensionsexemplare aussuchen. Wollt ihr einen Krimi, einen Fantasyroman oder doch lieber etwas Erotik? Für jeden ist was dabei, also klickt euch rein unter:
Dotbooks hat sich als Verlag mit seinen Mitarbeitern ja auch schon bei LovelyBooks vorgestellt. Da hatte ich das Gefühl, dass sie auf jeden Fall Lust darauf haben, die Perlen unter den Autoren zu finden und zu verlegen. Einige Bücher sollen dabei nicht nur als E-Book erscheinen, sondern auch im Print-Format. Ich bin also tatsächlich recht gespannt auf diesen neuen Verlag.

Eure LeseMaus

Sonntag, 9. September 2012

Neuzugänge im September: Achtung, lang!

Und nun weil es so schön ist ein Neuzugängepost :-)

Zum einen habe ich euch noch gar nicht den Schwung Hardcover gezeigt, die letztens als reduzierte Exemplare bei mir eingezogen sind. Einige hatten noch nicht mal einen Mängelexemplar-Stempel oder waren sogar noch original verschweißt.

Kurt und die Abendsonne passen immer gut zusammen, wie ihr wisst, daher wieder "Sonnen-Fotos":



Der erste Band einer Fantasy-Trilogie einer mir unbekannten Autorin - original verpackt und für kleines Geld - da musste ich zugreifen. Inzwischen habe ich das Buch auf verschiedenen eurer Blogs entdeckt - wahrscheinlich liege ich damit goldrichtig!
Dieses Buch war ein Mayersche-Geheimtipp. Damals hatte ich es schon in der Hand, deswegen habe ich nun auch zugegriffen. Die Story ist recht tragisch - es geht darum, wie eine Familie nach dem Mord an der 16-jährigen Tochter weiterlebt.
Michael Gantenberg ist denke ich ganz gut für Zwischendurch - wobei auch hier der Tod eines Familienmitglieds Ausgangspunkt der Geschichte ist. Es wird aber sicher nicht so ernst zugehen wie im obigen Buch. 
  • Sibylle Knauss: Eden
Sibylle Knauss habe ich ja dieses Jahr erst kennengelernt: mit ihrem Roman "Fremdling", der mir ziemlich gut gefallen hat, weil er so außergewöhnlich war (hier meine Rezension: *klick*). Ich freue mich jetzt darauf, ein weiteres Buch der Autorin zu lesen.
  • Guillermo del Toro/Chuck Hogan: Die Saat
Die Saat steht schon unendlich lange auf meiner Wunschliste, weil schon der Klappentext mir eine Gänsehaut verursacht. Es handelt sich um eine Vampir-Trilogie, in der es wohl recht heftig zur Sache geht. Eigentlich hätte ich es lieber als E-Book gehabt, denn es ist auch eine Trilogie - die aber aufgrund des Umfangs etwas unhandlich ist. Die beiden Nachfolgebände "Das Blut" und "Die Nacht" sind auch schon erschienen.
Dieses Buch ist mir in der Bücherei schon öfter in die Hände gefallen. Da ist es allerdings schon recht zerlesen. Da ich aber gerne mal wieder einen "Weltuntergangs-Roman" à la Marc Elsberg's "Blackout" lesen würde, habe ich den Roman einfach eingepackt.

Und nun zu Schwung 2:

Ein schon etwas älteres Buch von Joy Fielding, das bereits 2004 erschienen ist. Egal, gerade die früheren Romane von ihr sind eigentlich toll.
Dieser Krimi ist im Vergleich dazu noch recht neu, nämlich aus 2011. Ich habe es im letzten Jahr immer in den Auslagen gesehen, und es deswegen nur zu gerne vom Krabbeltisch mitgenommen. Erst im Anschluss habe ich gesehen, dass es schon der dritte Fall für den Ermittler, Kommissar Dühnforth, ist - das ist jetzt blöd, weil ich ja eigentlich lieber vorne anfange und neue Reihen eigentlich auch viel lieber auf dem Kindle habe.
Dies ist mein Buchgewinn aus dem 50-Follower-Gewinnspiel auf Jasmins Bücherblog. Lieben Dank dafür!
Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar vom Sutton Verlag erhalten; es ist erst in diesem Monat erschienen. Es ist - unverkennbar von außen - ein historischer Roman mit wahrem Hintergrund, und zwar geht es um den als Hauptmann einer Wildschützenbande zum Volkshelden gewordenen ehemaligen Knecht Matthäus Klostermayr. Ich freue mich schon darauf, wieder einen historischen Roman zu lesen, von denen es für mich in diesem Jahr zu wenige waren. Den Sutton Verlag kenne ich durch seine tollen Krimis - ich bin gespannt, ob mich dieses Genre hier ebenso fasziniert. Die Leseprobe war auf jeden Fall klasse. Mehr zum Buch gibt es auf der Seite des Verlags: *klick*

So, und nun schnell wieder an meine aktuelle Lektüre, damit ich mit dem Lesen voran komme ;-)

Eure LeseMaus




Autoren-Lesechallenge: Status 2012-08

Im Rahmen der Autoren-Lesechallenge von Kerstin auf Kastanies Bücher Blog:




ging es zumindest im Juli und August mit je einem weiteren Buchstaben voran, nämlich dem "I" und dem "J":

Stand August 2012:
A: Ahern, Cecilia: Ein Moment fürs Leben
B: Burger, Horst (& Köppen, Achim): Der Parzival-Code und die Externsteine
C: Corzilius, Thilo: Ravinia
D: Sylvia M. Dölger: Zum Teufel mit Barbie
E:
F: Sebastian Fitzek: Der Augenjäger
G:
H: Hammesfahr, Petra: Die Schuldlosen
I: Itterheim, Jessica & Diana: Schloss der Engel
J: Joyce, Rachel: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
K: Koch, Herman: Sommerhaus mit Swimmingpool
L: Landorff, Max: Der Regler
M:
N: Nesch, Thorsten: Verkehrt
O: Olsberg, Karl: Mygnia - Die Entdeckung
P: Prange, Peter: Himmelsdiebe
Q:
R: Reifenberg, Frank Maria: Unsichtbare Blicke
S: Schier, Petra: Die Eifelgräfin
T: Thiesler, Sabine: Der Kindersammler
U:
V: Völler, Eva: Zeitenzauber
W:
X: Pax, Rebekka: Flammenmond
Y:
Z:

Noch einmal zur Erinnerung die Aufgabe:
"Lies 26 Bücher von Autoren, deren Nachnamen mit den Buchstaben des Alphabets beginnen. Für die Buchstaben Q, X und Y wird jeder Nachname akzeptiert, der diese Buchstaben enthält."

Aktuell fehlen mir also noch 8 Buchstaben - machbar! Meine Pläne sind weiterhin:
E: Edwards, Kim: Die Tochter des Fotografen
G: Gantenberg, Michael: Neu-Erscheinung
M: McPartlin, Anna: So was wie Liebe
Q: Marquardt, Volker: Das Wissen der 35-jährigen
U: ???
W: Wilke, Jutta: Holundermond
Y: Barclay, Linwood: Kein Entkommen
Z: Zimmer Bradley, Marion: Die Nebel von Avalon

Das "U" ist weiterhin für mich total nebulös - was soll ich da nur lesen?

Wälzer-Challenge: Status 2012-08

Es wird Zeit, dass ich die Challenges alle einmal wieder durchgehe. Jetzt ist noch Zeit genug, Versäumnisse aufzuholen - auch wenn es bei der einen oder anderen Challenge schwierig wird, z. B. bei der Wälzer-Challenge von Alexandra.


Gelesen habe ich bisher:
  1. Sabine Thiessler: Der Kindersammler (526 Seiten)
  2. Stephan Rother: Ich bin der Herr deiner Angst (576 Seiten)
  3. Richard Dübell: Die Pforten der Ewigkeit (861 Seiten)
  4. Petra Schier: Die Eifelgräfin (569 Seiten)
  5. Petra Schier: Die Gewürzhändlerin (544 Seiten)
  6. Jodi Picoult: Ein Lied für meine Tochter (576 Seiten)
Hier werde ich wohl Ende des Jahres keinen Gewinn einheimsen können, denn es gab bereits Stand Ende Juni jemanden mit schon 29 Wälzern in diesem Jahr! Wahnsinn! Nun denn, vielleicht schaffe ich zumindest 12 Bücher insgesamt, das wäre wenigstens ein Wälzer pro Monat.

Als nächstes stehen für diese Challenge auf jeden Fall schon bereit: Ralf Isau's "Die Galerie der Lügen", Kim Edwards' "Die Tochter des Fotografen" und Kaysa Ingemarsson's "Das große Glück kommt nie allein".

Mittwoch, 5. September 2012

Rezension "Die Mädchenwiese" von Martin Krist


Spannend und zum Ärgern


Martin Krist
Die Mädchenwiese

Erschienen 2012
Ullstein Verlag

ISBN 978-3-548-28353-1
412 Seiten
9,99 €


Der Weg zu mir: Für die Mädchenwiese hatte ich mich bei Vorablesen beworben, weil ich mal wieder Lust auf einen richtig guten und aktuellen Thriller hatte. Glücklicherweise habe ich das Buch dann auch gewonnen – herzlichen Dank an den Ullstein Verlag und an Vorablesen.
Der erste Satz: „Als hätte er nur auf sie gewartet.“

Das Äußere: Von außen sieht dieses Taschenbuch auf jeden Fall aus wie ein gruseliges Buch – es sind nämlich verschiedene Schmetterlinge wie an einem Mobilé aufgehängt – die Flügel sind dabei zum Teil schon gebrochen. Zum Titel des Buches habe ich dabei allerdings keine Assoziation. Das Taschenbuch hat einen angenehm flexiblen Rücken, so dass überhaupt keine Leserillen entstehen, wenn man vorsichtig ist – das finde ich immer ganz wichtig.
Das Innere: Laura ist mit ihrem Job im Callcenter, ihrer Tochter Lisa und ihrem Sohn Sam überfordert – zumal sich vor einiger Zeit ihr Mann Rolf von ihr getrennt hat und darauf drängt, endlich das gemeinsame Haus zu verkaufen. Eines Morgens erhält Laura einen Anruf von Lisas Klassenlehrerin: Lisa ist nicht zum Schulausflug angetreten. Besorgt eilt Laura nach Hause und versucht herauszufinden, wo Lisa sich aufhalten könnte. Hilfe bekommt sie von ihrem Schwager Frank, der glücklicherweise bei der Polizei arbeitet und so recht schnell eine Vermisstenmeldung absetzen kann. Während Laura daheim verzweifelt nach einem Hinweis auf Lisas Verbleib sucht, nimmt der kleine Sam die Suche selbst in die Hand. Denn er ist der einzige, der weiß, dass Lisa nicht einfach nur von zuhause abgehauen ist…
Das Wesentliche: Martin Krists Thriller „Die Mädchenwiese“ beginnt mit einigen Handlungssträngen, in die ich mich erst einmal hineinfinden musste: Da gibt es Berta, eine alte, verwirrte Frau, die Stimmen hört, aber ganz real ein ermordetes Mädchen im Wald fast liebevoll mit Erde und Ästen bedeckt. Dann ist da Laura, die überforderte zweifache Mutter, die nicht in der Lage scheint, ihren Alltag ohne Mann und mit Job vernünftig zu meistern. Und es gibt Alex, einen ehemaligen Berliner Kriminalbeamten, der sich aufgrund eines Fehlers in seiner Ermittlungsarbeit in die Provinz zurückgezogen hat und nun die Kneipe seiner Eltern weiterführt, die womöglich gar nicht seine Eltern waren.  
Keine Frage, durch diese drei parallel laufenden Szenarien muss man als Leser erst einmal durchblicken. Das gelingt natürlich, wenn man dabei bleibt – wie zu erwarten, laufen die Fäden nach und nach zusammen. Dieses Verweben der Elemente passiert nicht schnell, ganz im Gegenteil: Erst zum Ende hin wird das ganze Ausmaß der Tragödie deutlich gemacht. Dieser Spannungsaufbau hat mir ziemlich gut gefallen. Manche Leser wissen ja häufig schon sehr schnell, wer denn wohl der Täter sein könnte – mir geht es meistens nicht so, und so war es auch hier. Die Spannung hat sich für mich bis zum Schluss durchgängig gehalten.
Mit Laura konnte ich mich jedoch gar nicht anfreunden. Ihren ganzen Ärger und Frust lässt sie an ihren beiden Kindern aus – dabei sind die beiden diejenigen, die am wenigsten dafür können, dass Lauras Ehemann Rolf sie verlassen hat und die Geldsorgen überhand nehmen. Sie ist schon so nicht in der Lage, sich selbst zu reflektieren – ganz schlimm wird es, als Lisa verschwindet. Laura bemitleidet sich die meiste Zeit selbst und steigert sich in ihre Rolle als schlechte Mutter hinein. Dass Martin Krist eine der Hauptleidtragenden in seinem Krimi so wenig liebenswert beschrieben hat, ist ganz schön mutig!
Ich habe mich mehr als einmal auch über alle andern Protagonisten im Buch geärgert, die nicht in der Lage sind, einem kleinen Jungen auch mal zuzuhören. Ständig fahren Mutter, Onkel, Tante & Co. dem kleinen Sam – Lisas Bruder - über den Mund und sind nicht bereit, auch nur ein einziges Mal die Ohren aufzusperren. Als das im Laufe des Buches einfach nicht besser wurde, wurde ich irgendwann regelrecht wütend. So ein pfiffiges Kerlchen – und keiner hört ihm zu! Denn er ist der einzige, der erstens weiß, dass seine Schwester nicht einfach abgehauen ist, sondern der auch noch recht schnell den Beweis dafür findet.
Alex ist die Person im Roman, mit der ich am meisten anfangen konnte. Er ist der ehemalige Polizist, der Berlin den Rücken gekehrt hat, als er die Ermittlung nach einem gefährlichen Serientäter hat aus dem Ruder laufen lassen. Nun betreibt er in der Provinz eine Kneipe und ist dabei, einen Käufer für sein Spreewaldgurken-Rezept zu finden, als ihn der Brief eines Mannes erreicht, der behauptet, sein Vater zu sein. Diese zunächst als Nebenhandlung ausgestaltete Situation erschien mir so wenig zur Haupthandlung zu passen, dass ich richtig gespannt war, wie hier die Fäden zusammenlaufen würden.
Die Ermittlungen selbst stehen übrigens gar nicht so im Vordergrund des Romans – was das Buch deutlich von anderen Büchern dieser Art unterscheidet. Gerade weil man wenig darüber erfährt, was die Polizei unternimmt, um Lisa wieder zu finden, zerren die Szenen aus Lisas Gefangenschaft ziemlich an den Nerven. Das hat Martin Krist gut gemacht – nicht nur der ungewöhnliche Aufbau des Buches, auch sein flüssiger Schreibstil hat bei mir dazu geführt, dass ich das Buch kaum weglegen wollte.
Das Fazit: Alles in allem ein spannender Roman, den ich jedem empfehlen kann, der dringend mal wieder einen Thriller zum Abtauchen braucht. Aber: man muss dazu bereit sein, sich aufgrund der Begriffsstutzigkeit der Protagonisten schon mal in Geduld zu üben.
Die Bewertung: